Networking leicht gemacht

Introvert Dream: Wie du networken kannst, ohne auf Events zu gehen

Gastbeitrag von #supergirl Jelena Pantić-Panić
Gründerin von medien.geil, Journalistin und Mentorin für Medienfrauen

Ihr habt sicher schon 1000 Mal gehört, wie wichtig Netzwerken für die Karriere ist. Manche Jobs bekommt man überhaupt nur „zugeflüstert“, wenn man gut vernetzt ist. Doch wie genau soll das funktionieren, wenn Networking-Events noch eine ganze Weile nicht stattfinden werden?

Warum überhaupt Netzwerken?

First things first: Warum ist dieses „Netzwerken“ eigentlich so bedeutend? Weil Geschäftsbeziehungen Beziehungen sind. Und Sympathie spielt eine große Rolle. Man bewirbt sich nie bei „einer Firma“ oder schickt seinen Pitch an „einen Auftraggeber“ – hinter allem stehen echte Menschen. Man will keine abstrakte HR-Abteilung überzeugen, sondern einen Eindruck auf eine reale Person hinterlassen. Und sei ehrlich: Würdest du jemanden einstellen, der dir unsympathisch ist? Vermutlich nicht. Und wenn du jemanden empfohlen bekommen würdest, wäre diese Person nicht auf deiner Liste weiter oben? Das heißt nicht, dass pure „Freunderlwirtschaft“ gutzuheißen ist, Kompetenz muss das Ausschlaggebende sein. Aber wenn du wo gar nicht am Radar bist? Wieso nicht die eigenen Chancen mit guter Ausbildung, Fachkompetenz und wertvollen Kontakten steigern?

„Geschäftsbeziehungen sind Beziehungen.“

Networken in Zeiten von Corona

„In Zeiten von Corona“ ist der Unsatz des Jahres, aber wie sonst könnte man beschreiben, was gerade abgeht? Sämtliche Events, bei denen man networken hätte können, sind gestrichen – und das könnte noch eine ziemliche Weile so bleiben. Deshalb auf Beziehungen verzichten? Sicher nicht. Es folgen ein paar Tipps, mit denen du bequem von zuhause aus deine Fühler ausstreckst und am Schirm bleibst.

„Alle sind vor ihren Schirmen und vielleicht sehnen sich Leute ja genau nach der Community, die du vorhattest zu schaffen.“

Sortiere deine Kontakte mit System

Weißt du noch, dieses eine Event, wo du diese eine von dieser einen Firma da kennengelernt hast und ihr euch eigentlich nie gehört habt? Geh am besten alle Visitenkarten, die bei dir herumliegen durch. Wer echt professionell netzwerken will, führt eine Liste (z.B.: Excel) mit den Kontaktdaten und Stichwörtern zur jeweiligen Person. Hättet ihr zum Beispiel mich in eurer Liste, würde da stehen: Jelena Pantić-Panić #mediengeil #journalistin #selbstständig #mama #empoweredwomenempowerwomen

„Wer echt professionell netzwerken will, führt eine Liste mit den Kontaktdaten und Stichwörtern zur jeweiligen Person.“

Das hilft dir dabei, Anknüpfungspunkte zu finden. Jetzt brauchst du die Leute nur noch anzuschreiben!

Obviously: Social Media

Zum Glück haben wir eine Pandemie in Zeiten von sozialen Medien, sonst weiß ich auch nicht, wie wir uns sehen und austauschen würden. Auf Social Media sprießen unzählige virtuelle Co-Working-Sessions, Online-Events, Workshops,… alles tolle Möglichkeiten, um neue Leute kennenzulernen. Ein paar Hashtags auf Instagram und du findest jemanden, der genau dich anspricht. Ich bin mir sicher, dass es in deiner Branche genug Facebook-Gruppen gibt, wo du dich mit Gleichgesinnten austauschen und vernetzen kannst. Oder du schnupperst mal auf LinkedIn, wer Spannendes zu deinem Berufsfeld von sich gibt. Und wenn du echt nicht fündig wirst, dann ist vielleicht der nächste Punkt etwas für dich.

Bringe selbst Leute zusammen

Das war alles nichts für dich? Doch dir schwirrt seit längerem eine Idee im Kopf herum, welche Art von Menschen du gerne um dich scharen würdest – jetzt ist die Gelegenheit dazu! Stell‘ was Eigenes auf die Beine! Alle sind vor ihren Schirmen und vielleicht sehnen sich Leute ja genau nach der Community, die du vorhattest zu schaffen.

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